Wer tut mir wirklich gut – und wer zieht mir meine Energie Wie du „toxische“ Beziehungen erkennst, dich aus alten Mustern löst und deine innere Stärke schützt.

Toxische Beziehungen erkennen, innere Stärke schützen, Bewusstsein

Eva Böning

10/17/20267 min read

Nicht jeder, der neben dir steht, geht auch mit dir

Manche Menschen begleiten uns ein Leben lang.

· Familie

· Freunde

· Nachbarn

· Kollegen

· Partner

· Bekannte

Und manche dieser Menschen tun uns gut.

· Sie freuen sich ehrlich mit uns.

· Sie respektieren unsere Grenzen.

· Sie lassen uns wachsen.

· Sie gönnen uns unseren Erfolg.

· Sie können sich für uns freuen, ohne sich selbst dadurch kleiner zu fühlen.

Doch es gibt auch Beziehungen, nach denen wir uns regelmäßig kleiner, erschöpfter, verunsicherter oder wertloser fühlen.

Menschen, bei denen wir irgendwann merken:

Irgendwas stimmt hier nicht.

Vielleicht ist es nicht einmal ein einzelner Satz oder eine einzelne Handlung.

Es ist das Muster.

Nicht jeder Mensch, der uns widerspricht, kritisiert oder anders denkt, ist gleich „toxisch“.

Entscheidend ist das wiederkehrende Muster und vor allem die Wirkung, die eine Beziehung auf uns hat

Woran erkenne ich, dass mir jemand nicht guttut?

Ein Mensch muss nicht ständig böse oder offensichtlich manipulativ sein, damit eine Beziehung belastend wird.

Manchmal sind es die vielen kleinen Dinge.

Du erzählst von etwas Schönem – und die Person macht es sofort klein.

Du hast einen Erfolg – und statt sich mit dir zu freuen, findet sie einen Grund, warum er eigentlich nicht so besonders ist.

Du entwickelst dich weiter – und plötzlich kommen Kommentare wie:

„Du hast dich aber verändert.“

„Früher warst du anders.“

„Jetzt bildest du dir wohl etwas ein.“

Du setzt eine Grenze – und sie wird nicht respektiert.

Du sagst Nein – und bekommst Schuldgefühle vermittelt.

Du äußerst deine Meinung – und wirst lächerlich gemacht.

Du erzählst von deinen Träumen – und hörst vor allem, warum sie nicht funktionieren werden.

Und irgendwann beginnst du vielleicht sogar, dich selbst zu hinterfragen

Neid, Eifersucht und Konkurrenz statt ehrlicher Freude

Ein besonders deutliches Zeichen kann sein, wenn jemand deinen Erfolg nicht einfach stehen lassen kann.

Du bist glücklich – und die Person muss sofort erzählen, was sie selbst erreicht hat.

Du bekommst Anerkennung – und sie findet etwas, das daran schlecht ist.

Du veränderst dich positiv – und plötzlich wird versucht, dich wieder in deine alte Rolle zurückzudrängen.

Warum?

Weil deine Entwicklung möglicherweise etwas im anderen auslöst.

Dein Wachstum kann Menschen mit ihrem eigenen Stillstand konfrontieren

Und manchmal ist es leichter, den anderen kleinzumachen, als sich selbst zu fragen:

„Warum bin ich eigentlich unzufrieden mit meinem eigenen Leben?“

Beachte dabei unbedingt eine wichtige Unterscheidung:

***Nicht jede Kritik ist Neid. Nicht jede Distanz ist Eifersucht. Nicht jede Meinungsverschiedenheit ist toxisch.***

Wir sollten vorsichtig damit sein, anderen Motive zu unterstellen. Urteile nie vorschnell über andere. Menschen..

Entscheidend ist nicht, was wir vermuten.

Entscheidend ist, was wiederholt geschieht

Wenn jemand dich kleinhalten möchte

Manche Menschen fühlen sich nur dann sicher, wenn du kleiner bleibst als sie.

· Sie erinnern dich ständig an deine Fehler.

· Sie sprechen dir deine Fähigkeiten ab.

· Sie stellen deine Entscheidungen in Frage.

· Sie nehmen deine Gefühle nicht ernst.

· Sie wollen Recht behalten – nicht verstehen.

· Sie nutzen deine Unsicherheiten gegen dich.

Oder sie geben dir das Gefühl, dass du dich verändern darfst – aber bitte nicht so, dass du ihnen entwächst.

Und irgendwann stellst du fest:

Ich passe mich immer mehr an, damit es für den anderen angenehm bleibt.

Doch was kostet dich diese Anpassung?

Wenn Freundlichkeit nur eine Fassade ist

Nicht jede Freundlichkeit ist ehrlich gemeint und nicht jede liebevolle Geste kommt wirklich von Herzen.

Manchmal lohnt es sich deshalb, nicht nur darauf zu achten, was ein Mensch sagt, sondern vor allem darauf, wie sich sein Verhalten über längere Zeit zeigt.

Manipulation statt echter Begegnung

Manipulation kann sehr subtil sein.

Ein Mensch macht dir ein schlechtes Gewissen, wenn du Nein sagst.

Er stellt sich als Opfer dar, damit du nachgibst.

Er verdreht Situationen so, dass du plötzlich an dir selbst zweifelst.

Oder er vermittelt dir unterschwellig: „Wenn du mich wirklich lieben würdest, dann würdest du……“

Das Problem ist: Du triffst deine Entscheidungen dann nicht mehr aus freiem Willen, sondern aus Schuldgefühl, Angst oder dem Wunsch, den anderen zufriedenzustellen.

Echte Verbindung braucht keine Manipulation.

Nehmen, nehmen, nehmen – aber kaum etwas zurückgeben

Es gibt Menschen, die sehr gerne deine Zeit, deine Energie, deine Aufmerksamkeit, deine Hilfe und dein offenes Ohr in Anspruch nehmen.

Wenn sie etwas brauchen, bist du wichtig.

Doch wenn du einmal jemanden brauchst, ist plötzlich niemand erreichbar.

· Du hörst stundenlang zu,

· hilfst,

· unterstützt,

· springst ein.

Und irgendwann fragst du dich: „Ist das eigentlich noch gegenseitig – oder bin ich nur noch diejenige die gibt?“

Eine gesunde Beziehung muss nicht immer 50:50 sein. Natürlich gibt es Zeiten, in denen einer mehr trägt als der andere.

Aber auf lange Sicht sollte Geben und Nehmen in einer gesunden Balance sein.

Übertriebene Freundlichkeit – aber immer mit einem Hintergedanken

Manchmal ist Freundlichkeit tatsächlich einfach Freundlichkeit.

Aber manchmal fühlt sie sich merkwürdig an.

· Überschwängliche Komplimente.

· Übertriebene Herzlichkeit.

· Ständiges Loben.

Und irgendwann merkst du: Die Freundlichkeit taucht auffällig häufig dann auf, wenn etwas gebraucht wird.

· Ein Gefallen.

· Eine Information.

· Deine Unterstützung

· Deine Kontakte.

· Deine Zeit.

· Deine Aufmerksamkeit.

Dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Denn echte Wertschätzung braucht keinen versteckten Zweck.

Ins Gesicht freundlich – hinter dem Rücken respektlos

Vielleicht eine der schmerzhaftesten Erfahrungen überhaupt.

Vor dir:

· „Wie schön dich zu sehen!“

· „Du bist so toll!“

· „Ich freue mich so für dich!“

Und kaum bist du nicht mehr dabei, wird über dich geredet, gelästert oder deine persönliche Geschichte weitererzählt.

Natürlich kann niemand wissen, was andere Menschen hinter seinem Rücken über ihn sagen.

Aber wenn du wiederholt feststellst, dass jemand über andere schlecht redet, darfst du dir die einfache Frage stellen:

„Was erzählt diese Person wohl über mich, wenn ich nicht dabei bin?“

Wer ständig über andere herzieht, macht das möglicherweise nicht nur mit anderen. Und vielleicht ist es deshalb viel aussagekräftiger, wie jemand über Menschen spricht, die gerade nicht im Raum sind - als wie freundlich er zu dir ist, solange du danebenstehst.

Bei den verschiedenen Szenarien, die uns in unseren Beziehungen begegnen können, sollten die wichtigste Frage nicht lauten: „Ist dieser Mensch toxisch?“

Vielleicht sollten wir uns eine andere Frage stellen: „Wer werde ich in der Nähe dieses Menschen?“

· Werde ich freier?

· Werde ich vorsichtiger?

· Werde ich selbstbewusster?

· Oder zweifle ich ständig an mir?

· Kann ich noch ich selbst sein?

· Oder muss ich aufpassen, was ich sage?

· Fühle ich mich gesehen?

· Oder fühle ich mich ständig bewertet?

· Darf ich wachsen?

· Oder muss ich mich kleinhalten, damit die Beziehung funktioniert?

Diese Fragen können manchmal viel mehr Wahrheit enthalten als das Etikett „toxisch“.

Wenn Menschen dein inneres Wachstum nicht verstehen („können oder wollen“)

Auf dem Weg zu mehr Bewusstsein kann etwas ganz natürliches passieren:

Du veränderst dich.

· Deine Werte verändern sich.

· Deine Prioritäten verändern sich.

· Du möchtest vielleicht nicht mehr überall mitmachen.

· Du möchtest nicht mehr über andere lästern.

· Du möchtest nicht mehr funktionieren.

· Du möchtest ehrlicher leben.

· Du setzt Grenzen.

· Du hörst mehr auf deine innere Stimme.

Und plötzlich passen manche Beziehungen nicht mehr zu deinem neuen Leben.

Denn gemeinsame Vergangenheit bedeutet nicht automatisch, dass zwei Menschen auch dieselbe Zukunft haben müssen.

Manchmal dürfen Menschen uns ein Stück unseres Weges begleiten – und manchmal endet dieser gemeinsame Weg.

Muss ich den Kontakt abbrechen?

Nein. Nicht automatisch.

Bewusstsein bedeutet nicht, jeden Menschen aus unserem Leben zu entfernen, der uns einmal verletzt oder enttäuscht hat oder der uns nicht versteht.

Manchmal braucht es zunächst erstmal nur mehr Abstand.

Weniger persönliche Informationen.

Klarere Grenzen.

Weniger Rechtfertigungen.

Weniger Verfügbarkeit.

Manchmal verändert sich eine Beziehung bereits dadurch.

Und manchmal – wenn eine Beziehung dauerhaft destruktiv ist und unsere Grenzen wiederholt missachtet werden – kann auch ein vollständiger Kontaktabbruch der gesündeste Weg sein.

Nicht aus Hass und nicht aus Rache, sondern aus purer Selbstachtung.

Du musst dich nicht rechtfertigen, um eine Grenze zu setzen

Eine Grenze braucht nicht die Zustimmung des anderen.

Du darfst sagen:

· „Das möchte ich nicht.“

· „So möchte ich nicht mit mir sprechen lassen.“

· „Darüber möchte ich nicht diskutieren.“

· „Das tut mir nicht gut.“

Und manchmal ist die stärkste Reaktion überhaupt:

…. dich nicht mehr zu erklären.

Denn Menschen, die deine Grenze nicht respektieren wollen, werden auch deine zehnte Erklärung nicht plötzlich verstehen.

Manchmal ist Rückzug kein Verlust, sondern Befreiung

Es gibt Beziehungen, die uns wachsen lassen.

Und es gibt Beziehungen, in denen wir ständig damit beschäftigt sind, uns selbst zu verteidigen.

Vielleicht ist es Zeit, mal genauer hinzuschauen:

· Wer freut sich wirklich mit mir?

· Wer respektiert meine Entwicklung?

· Wer gönnt mir mein Glück?

· Wer akzeptiert mein Nein?

· Wer ist auch dann noch ehrlich zu mir, wenn es mal unbequem wird?

· Und: Bei wem darf ich einfach ich selbst sein?

Denn echte Verbundenheit bedeutet nicht, dass wir immer einer Meinung sind.

Echte Verbundenheit bedeutet:

Ich darf anders sein, ohne weniger wert zu sein.

Und vielleicht beginnt hier echte Selbstliebe

Wenn wir beginnen, bewusst zu leben, verändert sich nicht nur die Beziehung zu uns selbst.

Auch unsere Beziehungen zu anderen verändern sich.

Wir brauchen nicht mehr jeden Menschen davon überzeugen, dass wir wertvoll sind.

Wir müssen nicht mehr überall dazugehören.

Wir müssen nicht mehr um Anerkennung kämpfen.

Wir müssen auch nicht jeden Menschen retten.

Und manchmal ist Liebe auch loslassen.

FAZIT:

Vielleicht möchtest du ja heute einmal ganz ehrlich auf dein Umfeld schauen.

Nicht mit Misstrauen.

Nicht mit Vorurteilen.

Sondern mit Bewusstsein.

· Wer gibt mir Kraft?

· Wer raubt mir Kraft?

· Bei wem kann ich wachsen?

· Bei wem werde ich kleiner?

· Wo kann ich ganz ich selbst sein?

Und vielleicht stellst du dabei fest: Du musst nicht alle Menschen aus deinem Leben entfernen.

Du musst nur aufhören, dich selbst zu verlassen, um andere nicht zu verlieren.

Manchmal erkennen wir erst durch einen bewussteren Blick, wie sehr wir uns bisher angepasst haben:

· Warum lasse ich Menschen immer wieder meine Grenzen überschreiten?

· Warum brauche ich ihre Anerkennung?

· Warum habe ich Angst, Nein zu sagen?

· Warum halte ich an Beziehungen fest, die mir nicht gut tun?

· Warum stelle ich Bedürfnisse anderer immer wieder über meine eigenen?

In meinem außergewöhnlichen spirituellen Coaching geht es absolut nicht darum, dir zu sagen, wen du aus deinem Leben streichen sollst. Es geht darum, dich selbst wieder klarer wahrzunehmen und deine eigenen Grenzen zu erkennen. Du musst nicht härter werden. Du darfst klarer werden…. vielleicht eine der schönsten Formen von innerem Wachstum.

Von Herzen

Deine Eva

Evas Lichtwege in Osnabrück

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